Die Altersvorsorge in Deutschland

…Generationenvertrag, Umlageverfahren, Schichten-Modell?

Längst ist es kein Geheimnis mehr: Der deutschen Bevölkerung droht die Überalterung. Im Jahr 2050 wird jeder zweite Deutsche über 50 Jahr alt sein! Dies bringt zahlreiche gesellschaftliche Probleme mit sich. Ein in diesem Zusammenhang durchaus gravierendes Problem wird die finanzielle Situation der zukünftigen Rentenjahrgänge darstellen, denn die steigenden finanziellen Lasten für die Renten werden auf immer weniger Erwerbstätige verteilt. Die Finanzierbarkeit des staatlichen Rentenversicherungssystems wird damit zunehmend zu einer Herausforderung.

Der Gesetzgeber ist auf Grund dieser gesellschaftlichen Entwicklung zum Handeln gezwungen, wenn die gesetzliche Rentenversicherung auch in Zukunft bezahlbar bleiben soll. Deshalb wurden in den letzten Jahren Reformpakete geschnürt, die auf längere Sicht zu einer spürbaren Absenkung der Rentenhöhe und der Höhe von Beamtenpensionen führen werden. Ein erster bedeutender Schritt in diese Richtung wurde bereits im Jahr 2002 mit Inkrafttreten des Altersvermögensgesetzes, besser bekannt als Riester-Rente, unternommen. Bereits die Riester-Rente wurde konzipiert, um das abgesenkte Rentenniveau der gesetzlichen Rentenversicherung aufzufangen.

Doch das Altersvermögensgesetz stellte erst den Anfang der Umstrukturierungsmaßnahmen unseres Rentensystems dar. Weitaus bedeutender wirkt sich das so genannte Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) aus, welches zum 01. Januar 2005 in Kraft trat und unter dem Namen Rürup-Rente besser bekannt ist. Denn dieses brachte erhebliche Änderungen in der Welt der Altersvorsorge mit sich.

Das Alterseinkünftegesetz hat erweiterte Möglichkeiten geschaffen, die Altersvorsorge nach eigenen Wünschen zu gestalten. Jeder Einzelne trägt aber auch mehr Verantwortung, seine Lebensplanung aktiv in die Hand zu nehmen. Der Staat wird künftig keine Rundumversorgung mehr bieten können.

Zwar hält der Staat an der gesetzlichen Rentenversicherung auch weiterhin fest, jedoch ist diese im Rahmen der letzten Reformen in ihren Leistungen abgesenkt worden. Denn die gesetzliche Rente basiert auf dem Generationenvertrag, der durch das so genannte Umlageverfahren finanziert wird. Dabei dienen die Einnahmen der Beitragszahler der unmittelbaren Ausschüttung an die Renten-empfänger. Auf Grund der demografischen Entwicklung unserer Bevölkerung gerät dieser Solidarpakt aus dem Gleichgewicht und die gesetzliche Rentenversicherung leidet damit zunehmend an einem erheblichen Finanzierungsproblem. Bedingt durch diese Entwicklung fördert der Staat daher mit dem Leitmotiv „Altersvorsorge ist Rente“ Vorsorgeverträge, die ein lebenslanges Einkommen im Alter zum Ziel haben und somit helfen, die gesetzliche Rente zu entlasten.

Die berufsständischen Versorgungswerke verwenden eine Mischung aus Umlageverfahren und Kapitaldeckungsverfahren. Die private Versicherungswirtschaft verwendet ausschließlich das Kapitaldeckungsverfahren, das nach dem Prinzip verfährt, wer viel spart, hat auch eine hohe Rente.

Mit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes zum 01. Januar 2005 wurde das so genannte Drei-Schichten-Modell kreiert:
Zu der 1. Schicht gehört die gesetzliche Rentenversicherung, die Alterskasse der Landwirte und die berufsständischen Versorgungswerke, sowie die privat abzuschließende kapitalgedeckte Basisrente, welche auch als Rürup-Rente bekannt ist.

Die 2. Schicht setzt sich zusammen aus der betrieblichen Altersversorgung und der staatlich geförderten Riester-Rente.

Die 3. Schicht beinhaltet Möglichkeiten der Altersversorgung wie beispielsweise Sparbücher, Aktien, Fonds und private Rentenversicherung. Diese Produkte können der Altersversorgung dienen, müssen aber nicht zwingend darauf ausgerichtet sein.

Besondere finanzielle Anreize bestehen in den ersten beiden Schichten durch staatliche bzw. steuerrechtliche Fördermaßnahmen in der Ansparphase, also während der Beitragszahlung. So erhält beispielsweise der förderberechtigte Personenkreis der Riester-Rente eine staatliche Zulagenförderung und eine steuerrechtliche Förderung im Rahmen der Einkommenssteuer. Im Gegenzug zu diesen Fördertatbeständen in der Ansparphase werden die Renten dann im Alter steuerpflichtig. Dies gilt insbesondere auch für die staatlichen Rentenleistungen.
Wie alles im Leben, jede Medaille hat zwei Seiten. So ist es auch bei diesen Schichten.

Wir informieren und beraten Sie detailliert über die einzelnen Möglichkeiten der Altersvorsorge innerhalb dieser drei Schichten.
Ein objektiv unabhängiges Beratungsgespräch ist bei diesen Themen unabdingbar!

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